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SCHÄDLINGSBEFALL

Extreme Massenvermehrung des Borkenkäfers in Thüringen

AP
07.07.2008

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Erfurt – Extremer Borkenkäfer-Befall gefährdet akut die thüringischen Wälder. Die regelmäßige Überwachung habe alarmierende Ergebnisse gebracht, sagte Landwirtschaftsminister Volker Sklenar am Montag in Erfurt. In einer einzigen Falle im ostthüringischen Forstamt Neustadt seien in der vergangenen Woche rund 11.000 Käfer gefangen worden. „Das ist ein Rekordwert für Thüringen“, erklärte Sklenar.

Die Wälder in Ost- und Südthüringen seien vielerorts von fast reinen Fichtenbeständen geprägt und böten damit ideale Voraussetzungen für die Vermehrung des Borkenkäfers, sagte der CDU-Politiker. Die Ursachen für die akute Gefährdung der Waldbestände lägen Jahre zurück. Seit dem Hitzesommer 2003 sei die Population des Borkenkäfers in Thüringen extrem angestiegen.

Das anhaltend trockene und heiße Wetter im Sommer 2006 hat laut Sklenar zu einem weiteren Anstieg der Schäden auf Höchstniveau geführt. Im Januar 2007 habe der Orkan „Kyrill“ für reichlich Brutraum gesorgt. Zudem hätten die geringen Niederschläge zur Wasserknappheit in den Fichtenbeständen geführt. Der Harzfluss, das Abwehrsystem der Fichten gegen den einbohrenden Borkenkäfer, sei fast vollständig erschöpft. Schon geringe Käfermengen könnten daher die gestressten Fichten erfolgreich besiedeln und zum Absterben bringen. (AP)

 

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