New York – Menschen erkennen sich gegenseitig meist am Gesicht, wobei sie sich auf bestimmte Details konzentrieren. Während Forscher bislang davon ausgingen, dass alle Menschen auf dieselben Gesichtszüge achten, zeigt eine schottische Studie, dass das Betrachten von Gesichtern stark von der Kultur geprägt wird.
Die Forscher um Roberto Caldara von der Universität Glasgow beobachteten die Augenbewegungen von Menschen europäischer und ostasiatischer Herkunft beim Betrachten von Gesichtern. Während die Teilnehmer europäischer Abstammung sich vor allem auf die Gesichtszüge um die Augen und den Mund konzentrierten, blickten die ostasiatischen Probanden zunächst auf Nase und die Mitte des Gesichts, wie Caldara im Online-Fachblatt „PLoS One“ schreibt. Dies könne daran liegen, dass der Blick in die Augen in ostasiatischen Kulturen als aufdringlich gilt.
(Quelle: „PLoS One“, Vol. 3, e3022) (AP)
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